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Break Fee beim Unternehmenskauf: Kostenersatz, Vertragsstrafe und Deal-Abbruch rechtssicher regeln

Break Fee beim Unternehmenskauf: Kostenersatz, Vertragsstrafe, Reverse Break Fee, Exklusivität und Deal-Abbruch im LOI oder SPA.

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Hinter jeder Transaktion steht ein eingespieltes Team aus Rechtsanwälten, Juristen und Spezialisten. Fragen rund um den Unternehmenskauf prüfen wir mit Blick auf Struktur, Vertrag, Steuern und Haftung.

29. Juli 2026 · Mag. Bernhard Brandauer, Rechtsanwalt

Nicht jeder Unternehmenskauf erreicht das Closing. Due Diligence, Finanzierung, Gremienfreigaben oder Closing Conditions können den Deal stoppen. Eine Break Fee regelt, wer bestimmte Kosten oder eine vereinbarte Zahlung trägt.

Hier geht es nicht um einen weiteren LOI-Überblick. Entscheidend ist, dass er behandelt konkrete Break-Fee-Klauseln, Kostenersatz, Vertragsstrafe, Reverse Break Fee und die Schnittstelle zu Exklusivität, Rücktritt und gescheiterten Vollzugsbedingungen.

Die Klausel muss zum österreichischen Vertragsrecht passen und darf nicht nur aus internationalen Mustern übernommen werden. Die Grundlage zum Vorvertrag finden Sie im Beitrag zu LOI, NDA und Vertraulichkeit.

Deal-Abbruch einordnen

Passt Ihre Break-Fee-Klausel zum Risiko?

Beantworten Sie zwei Fragen zu Zahlungspflicht und Auslöser.

Sie wissen schon, dass Sie eine Anfrage stellen wollen? Direkt zum Anfrageformular.

01 Frage 1

Soll eine Partei bei Deal-Abbruch Kosten oder eine Pauschale zahlen?

Dann braucht die Klausel einen klaren Anlass, eine klare Höhe und eine Begründung.

Alle Pfade im Überblick

Übersicht aller Antworten.

01

Ohne Break Fee sollten Kostentragung und Vertraulichkeit trotzdem geregelt sein.

Wenn jede Partei eigene Kosten trägt, sollte der LOI das ausdrücklich sagen und daneben Vertraulichkeit, Rückgabe von Unterlagen und Exklusivität sauber regeln.

02

Die Klausel wirkt tragfähig, jetzt zählt die genaue Anspruchsmechanik.

Bei klaren Triggern sollte die Klausel Fälligkeit, Nachweise, Verhältnis zu Schadenersatz und allfällige Mäßigung von Vertragsstrafen berücksichtigen.

03

Die Break Fee braucht präzisere Auslöser.

Eine pauschale Zahlung bei jedem Abbruch kann unverhältnismäßig wirken und Streit provozieren. Definieren Sie konkrete Fälle wie schuldhaften Exklusivitätsbruch, fehlende Finanzierung oder verweigerte Freigabe.

Welche Funktion eine Break Fee im M&A-Prozess hat

Eine Break Fee soll Aufwand, Opportunitätskosten oder vertragswidriges Verhalten abbilden. Sie kann den Verkäufer schützen, wenn der Käufer Exklusivität erhält und später grundlos abspringt. Sie kann auch den Käufer schützen, wenn der Verkäufer trotz Bindung an einen Dritten verkauft.

Rechtlich ist entscheidend, ob Kostenersatz, Vertragsstrafe oder echte Risikoverteilung gemeint ist. Die Bezeichnung allein entscheidet nicht.

Welche Auslöser in der Klausel stehen sollten

Typische Auslöser sind schuldhafter Bruch der Exklusivität, Nichterfüllung bestimmter Mitwirkungspflichten, Nichtaufbringen der Finanzierung trotz Zusage oder Abbruch nach finaler Freigabe.

Nicht jeder negative Due-Diligence-Befund darf automatisch kostenpflichtig sein. Wenn der Datenraum ein ernstes Risiko zeigt, muss der Käufer aussteigen können. Die Einordnung zu Closing Conditions ist wichtig.

Wie Höhe und Verhältnismäßigkeit dokumentiert werden

Die Höhe sollte sich an erwartbaren Beraterkosten, Datenraumaufwand, Managementzeit und blockierter Verkaufschance orientieren. Fantasiebeträge schaffen Druck, sind aber streitanfällig.

Wenn die Zahlung strafähnlich wirkt, sind die Regeln zur Vertragsstrafe mitzudenken. Bei MAC- oder Rücktrittsklauseln muss die Break Fee klar sagen, ob sie zusätzlich oder abschließend gilt. Vertiefend dazu der Beitrag zur MAC-Klausel.

Klauselprüfung

Break Fee sauber vom Deal-Risiko trennen

Die Tabelle zeigt typische Gestaltungen und Streitpunkte.

Break Fee und Deal-Abbruch
Element Zweck Risiko
Kostenersatz Berater und Datenraum Tatsächlicher Aufwand Nachweisproblem
Break Fee Abbruch durch Käufer Pauschale Zahlung Unverhältnismäßigkeit
Reverse Break Fee Abbruch durch Verkäufer Schutz des Käufers Trigger unklar
Exklusivität Verhandlungsbindung Schutz vor Parallelprozess Zu weite Bindung
Freigaben Gremien und Behörden Risikoverteilung Unklare Verantwortung

Eine Break Fee ersetzt keine klaren Rücktrittsrechte. Sie ergänzt den Transaktionsplan nur dann sinnvoll, wenn Auslöser und Höhe passen.

Achtung: Übernehmen Sie Break-Fee-Muster nicht ungeprüft aus fremden Rechtsordnungen. Im österreichischen Vertrag muss klar sein, ob Kostenersatz, Vertragsstrafe oder abschließende Risikopauschale gemeint ist.

FAQ

Break Fee beim Unternehmenskauf.

Was ist eine Break Fee? +

Eine Break Fee ist eine vereinbarte Zahlung für bestimmte Fälle des Deal-Abbruchs, etwa bei Bruch der Exklusivität oder bei nicht eingehaltenen Transaktionspflichten.

Ist eine Break Fee immer zulässig? +

Sie muss verhältnismäßig, klar begründet und sauber formuliert sein. Pauschale Strafzahlungen ohne passenden Anlass sind streitanfällig.

Wo wird die Break Fee geregelt? +

Häufig steht sie im LOI, Process Letter oder SPA. Wichtig ist, dass sie mit Exklusivität, Rücktrittsrechten und Closing Conditions abgestimmt ist.

Themen
Break FeeDeal-AbbruchVertragsstrafeLOIExklusivität

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