Kauf
von Brandauer RA
Lexikon

Earn-out

Variabler Kaufpreisbestandteil, der nach Closing von der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung des Zielunternehmens abhängt.

Kurz erklärt

Beim Earn-out wird ein Teil des Kaufpreises erst nachgelagert gezahlt, abhängig vom Erreichen vereinbarter Kennzahlen (etwa Umsatz, EBITDA oder Meilensteine) in einem definierten Zeitraum nach dem Closing. Das Instrument überbrückt unterschiedliche Preisvorstellungen und bindet den Verkäufer am künftigen Erfolg, etwa bei verbleibender Geschäftsführung.

Earn-out-Klauseln sind streitanfällig, weil der Verkäufer auf die Bemessungsgrundlage nach Vollzug keinen Einfluss mehr hat. Der Unternehmenskaufvertrag muss daher Rechnungslegungsmethoden, Manipulationsschutz und Mitwirkungsrechte präzise regeln. Alternativen zur Kaufpreisbestimmung sind die Locked Box und Completion Accounts.

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Diese Erklärung gibt einen allgemeinen Überblick zur österreichischen Rechtslage und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind immer die konkreten Umstände Ihrer Transaktion.

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